Pubs sind weit weg und Bier ist sehr teuer…

Da wir relativ weit außerhalb wohnen und schlecht jeden Abend in ein Pub gehen wollen um dort ein oder zwei Bier zu trinken, die dort im übrigen 4€ kosten. Haben wir uns vor ca. 3 Wochen dazu entschieden Bier mit dem Auto zu kaufen, es in den Kühlschrank packen und es dann für einen Euro zu verkaufen. Nicht das ihr jetzt denkt:“Boa was für ein Abzocker!“, nein das billigste Bier kostet 85 cent und ist in einer 0,5 l Dose. Also gesagt getan, wir haben also Bier gekauft und es schön auf Kühlschranktemp. gekühlt und nun sind städngi Leute in unserem Haus, die uns „besuchen“ wollen :-) Getauft haben wir diese Notlösung „Das System“

The System

The System is everywhere …

Das erste und letzte Mal

Oktober 21, 2006

Wenn man eine Party veranstaltet muss man hinterher aufräumen. Klingt logisch, oder?

Am Montag haben wir Margits 24. Geburtstag (Margit kommt im übrigen aus Markt-Schwaben, was in er Nähe von München liegt) in unserem Haus gefeiert.

Am Sonntag Abend meinte Margit mit einer lapidaren Aussage zu mir:“Hey Mathias, lad doch alle Leute zu der Party ein, die du triffst“, das sie damit meinte:“Lad alle Leute ein die ich kenne und die du triffst“ konnte ja keiner ahnen!! Das nennt man dann Kommunikationsprobleme, aber wie wir bei Harry gerlernt haben liegt das Problem immer am Absender… Also Mathias ist natürlich brav und hat gleichmal alle Leute eingeladen die er traf, klar oder? Und da ich so viele verschiedene Kurse habe mit so vielen verschiedenen Austauschstudenten, war die Streukette und das daraus folgende Schneeballprinzip Ursache für den Ansturm … Am Nachmittag, nach den Vorlesungen, war dann also in aller Munde: „Im Deutschen Haus ist eine FETTE Party“ und am Abend standen dann 70 Leute vor der Tür … Hm … wer macht das bloß wieder sauber? Und wieso hat das System nur 3x 24 0,5er Dosen Bier? Schlechte Planung? Vielleicht, aber dafür gabs viele Leute die alle das unbekannte Gesicht Margit, die im übrigen immer ziemlich ruhig und zurückhaltend ist, kennen lernen wollten :-)

Vielen Dank Margit für diese super Party und vielen Dank an unsere Französinnen die alles brav aufgeräumt haben :-)

Greedy Margit

Greedy Margit …

Von Schuman zu Erasmus

Oktober 14, 2006

Nach nun mehr fast 2 Monaten in Irland und erstaunlichen Entdeckungen, über mich, meine Nationalität und was Vorurteile sind, befinde ich mich nun in in der Mitte meines Auslandssemesters.

Ich kam aus einem kleinen Kaff nach Irland um die große Welt zu sehen und gekommen bin ich nach Letterkenny, was mit 10,000 Einwohnern die größte Stadt im Donegal ist und ringsrum mit Wiesen und Schafen umringt ist.

Nach Ernüchterung wie eingeschränkt man doch ist, ohne mobilen Untersatz in einer Gegend ohne Fahrradwege, wo Austauschstudenten die einzigen Fahrradfahrer sind und nach den ersten Kontakten mit Ir(r)en die im nüchternen Zustand herzereisend nett und ihr wahres Gesicht bei 3,0 promille auspacken, was im übrigen hier der mindestwert fürs abendliche Weggehen ist, bin ich jetzt hier doch nun irgendwie zu Hause. Mitten in der 2 face society …
Es sind 180 weitere Genosseninnen und Genossen die mit mir hier den selben Pfad des Wissens und der Erleuchtung beschreiten. Erasmus ist eine Community für sich. Alle wohnen der Erasmusvereinigung bei, die dieses hier erst ermöglicht hat.

Es ist fast so als ob die EU diese Sponsorenstellung nur deshalb einnehmen wollte, um den Leuten in Europa eine Möglichkeit zu geben für ein Semester die beste Zeit Ihres Lebens zu gestalten, anstatt das Studieren an sich im Ausland in den Mittelpunkt zu rücken. Und das für viele Millionen Euro :-)

Vielen Dank european community

Es gibt eine Legende über den irischen Riesen Fin McCool und einen schottischen Riesen, die wie folgt geht:

Irgendwann hört Fin McCool von einem schottischen Riesen der über seine Kampffähigkeiten Witze macht. Das machte den Riesen so sauer das er einen Felsen in das Meer wirft damit er nach Schottland laufen kann, da Fin nicht schwimmen kann. (Giants Causeway) Als Fin den anderen Riesen heimlich beobachtet stellt er fest, dass dieser viel viel größer ist als er selbst. Und somit nichts gegen diese Beleidigung tun kann. Darauf hin begibt er sich wieder aufHeimweg, um dies seiner Frau zu berichten.

Nach kurzer Zeit will der schottische Riese dem Irischen Riesen eine Lehre erteilen und beschließt nach Irland zu gehen. Als die Frau des irischen Riesen den Riesen in der Ferne kommen sah, verkleidete sie Fin schnell als Baby und legte ihn in eine Baby-Wiege. Nachdem der Riese das Haus betrat um Fin aufzusuchen, sagte die Frau nur, dass er gerade auf Jagd sei und  alleine mit ihrem Baby zu Hause ist. In dem Moment als der Riese das 18 Fuss Baby sah erschrickt dieser und dachte sich: Wenn das Baby schon SOOO groß ist, wie groß ist dann erst der Vater??

Darauf hin flüchtete er so schnell wie möglich wieder zurück und hinterlies dabei auf seiner völlig überstürzten Flucht riesen große Erdklumpen. Die dabei entstandenen Löcher heissen heute: Loguh Neagh (the largest lake in Ireland) and einer der klumpen Erde landete in der See und bildete die heutige Isle of Man.

Giants Causewaydsc06771-klein.JPG

Seltsam? Aber so steht es geschrieben…

(Omage an den Österreicher Mathias) –> Insider

uisge beatha trinken …

Oktober 13, 2006

Am Samstag sind wir mit dem Bus auf einer langen Tour durch fast den ganzen Norden der doch erstaunlich großen Insel Irland gefahren nach Bushmills gefahren. Bushmills ist ein Ort der nach alter Tradition uisge beatha produziert. In vier Gruppen aufgeteilt sind wir dann durch die Destilery gegangen und haben die verschiedenen Produktionsprozesse des uisge beatha beobachten können. In jeder Gruppe wurden vier Personen ausgewählt die dann im Anschluß alle Sorten (natürlich in kleinen Gläsern) probieren durften. (Man bedenke es war noch sehr früh am Tag). Nach den Proben haben alle Probanten ein Zertifkat erhalten, auf dem dann bestätigt wurde, dass man guten vom schlechten Whiskey unterscheiden kann.

Bushmills

Zur Erklärung: uisge beatha bedeutet Whiskey und kommt aus dem Gälischen und bedeutet Lebenswasser (uisge / uisce = Wasser, beatha = Leben). Gälisch ist in Irland die erste Amtssprache allerdings wird diese Sprache nicht mehr wirklich gesprochen. Es ist vergleichbar mit Plattdeutsch im Deutschen.

Party goes on

Oktober 3, 2006

Also auch wenn es mit der Zeit für den ein oder anderen Leser langweilig erscheinen sollte, aber es gibt einen neuen Report von einer Party. Vielleicht könnte dazu noch der Eindruck entstehen, wir machen hier ausser Uni, Party und Sport nix anderes??!!! Und …. es stimmt! Aber etwas anderes kann man hier nicht machen. Letterkenny ist nun mal mitten im Nirgendwo, umgeben von 100 Km Nichts. Das ist wahrscheinlich auch der Grund warum hier die Leute alle immer und ständig betrunken sind ….

So zurück zum Hauptthema:

Die Franzosen wohnen in einem RIESEN Haus. Es gab nur einen Eingang, trotzdem hatte man das Gefühl, dass es ein Haus in einem Haus sei. Zwei Küchen, zwei Hauptflure und vier Badezimmer oder so …. Allerdings alles in einem SUPER Zustand ….

Auf jeder Party lernt man immer wieder neue Leute kennen. Unglaublich wieviele Leute ein Auslandssemester absolvieren. ERASMUS sei dank :-)

Frenchhouse

Party Party