War der Flug wirklich günstig?
November 4, 2006
Letzte Woche Dienstag machte ich mich auf den Weg nach Dublin zum Airport um am Mittwoch morgen meinen Flug nach Valenica (Spanien) zu erwischen. Nur wusste ich da nicht, dass es zu Reisen in Irland bestraft wird, und zwar mit Geld. Ich kam also mit dem Bus aus Letterkenny direkt an der Busstation am Airport an und wollte nach einer Beschreibung von Svenja zu einem B&B für 40€ die Nacht. Also nahm ich meine zwei Taschen und ging zu Fuß den beschriebenen Weg, “Nur gerade aus und hinterm zweiten Kreisel ist das gleich links“. Gesagt getan! Naja hinterm zweiten Kreisel hat die Autobahn begonnen war mir dann doch zu Suspekt. Nach also 45 Minuten wirklich sehr anstregendem Geschleppe meinen Gepäcks, habe ich mir dann doch ein Taxi genommen. Ich stieg ein und sagte nur: “Zu einem B&B bitte“. Blöd nur das Taxifahrer in Dublin nicht wissen, oder zumindestens vorgeben nichts zu wissen, wo ein B&B am Flughafen in der größten Stadt Irlands ist. 20 Minuten und 20€ später bin ich dann in einem Hotelzimmer für 55€ ohne Frühstück (kostet 10€ extra) gelandet. Es war mittlerweile 23.30 Uhr und meine Nerven am Boden und blank. Am nächsten Morgen bin ich dann um 8.30 Uhr ohne Frühstück wieder zum Airport für 11€ Taxi Gebühren und mit einem Buch gewapnet saß ich da und wartete auf meinen Flieger. Ab da an lief alles Reibungslos! Ich war um 22.30 Uhr in Alicante.
Jannette hat mich in Valencia abgeholt und wir hatten eine echt tolle Woche, was ich allerdings alles in einem anderen Eintrag genauer erzählen werde.
Auf dem Weg zurück wurde es mir auch nicht leichter gemacht:
Ich komme also um 15.30 Uhr Ortszeit mit dem Flieger in Dublin an, gut gelaunt und mit dem Busfahrplan in der Hand bewaffnet. Der Bus sollte nach Plan meinem Plan um 18:45 Uhr fahren. Also setze ich mich dann hin lese mein Buch und vertreibe mir die Zeit mit Leute observieren. Ist schon echt spannend was auf dem Flughafen so passiert, aber vielleicht war mir nur so langweilig, dass es mir interessant vorkam. Wie dem auch sei, bin ich also da und denke mir irgendwann: “Naja gehste nochmal zur Sicherheit zur Touristeninfo und fragst nach wann der Bus kommt.” Es ist mittlerweile 16:30 Uhr. Die gute Dame sagt zu mir, dass der Bus um 17:45 von Station 8 (dirket vor dem Flughafenausgang) abfährt, zur Sicherheit hat sie mir den plan auch nochmal kopiert. Ok denke ich, da ist mein Plan wohl doch nicht aktuell. Keine Panik sage ich mir, ist ja noch Zeit. Buchlesend und ab zu aufschauend sitze ich bis 17:15 Uhr noch etwas, um dann früh genug zum Bus zu gehen. Am Bus stehend sehe ich auf den Plan, der dort direkt aushängt. Bus nach Letterkenny Abfahrt: 17:05 Uhr. SCHEISSE!! Es sind 5°C und ich komme direkt aus Spanien! Es ist kalt!!
Ok, vielleicht hat der Bus ja Verspätung?! Nein, Buse haben nur dann Verspätung wenn man drin sitzt, ist ja allgemein bekannt. Nächster Bus 19:05 Uhr. Ok sind nur knapp 2 Stunden. “Aber gehste auch mal lieber nicht rein, vielleicht kommt ja noch dein verspäteter Bus oder ein anderer der in die Richtung fährt.” sage ich mir, stehe da und warte. Es ist 19:15 Uhr und ich habe jeden Busfahrer der anhielt gefragt: “Are you going to Letterkenny” -> Answer:”NO, Your bus will come in a few minutes” oder “Your Bus will come soon”. Kein Bus nach Letterkenny. Um 20.50 Uhr rufe ich dann Edi an und frage ihn ob er mich mit seinem Auto mitnehmen kann. Edi ist nähmlich sowieso auf dem Weg gewesen um seinen Kumpel um 22 Uhr vom Flughafen abzuholen. Was ein Glück für mich.
Meine Bilanz:
Um Geld zu sparen bin ich mit RyanAir von Dublin nach Valencia gefolgen. Der Flug kostete 95€ (returnflight) + 55€ Hotel +32€ Taxi zum Hotel und Airport + 25€ Fahrt von Valcenica nach Alicante + 19€ Busfahrt nach Dublin + 2,50€ (5,00€) Fahrt mit dem Bus vom Valencia Airport zur Trainstation (2x)+ 11,60€ Fahrt von Alicante nach Valencia = 242,60€
Das nächste Mal Mathias fliegst du von Belfast direkt nach Alicante. Ist einfacher und kostet wahrscheinlich weniger, auch wenn man nicht einen solch günstigen Flug dort bekommt!!!!!
Stimmts?
Das System und deren Wirkung
Oktober 21, 2006
Pubs sind weit weg und Bier ist sehr teuer…
Da wir relativ weit außerhalb wohnen und schlecht jeden Abend in ein Pub gehen wollen um dort ein oder zwei Bier zu trinken, die dort im übrigen 4€ kosten. Haben wir uns vor ca. 3 Wochen dazu entschieden Bier mit dem Auto zu kaufen, es in den Kühlschrank packen und es dann für einen Euro zu verkaufen. Nicht das ihr jetzt denkt:”Boa was für ein Abzocker!”, nein das billigste Bier kostet 85 cent und ist in einer 0,5 l Dose. Also gesagt getan, wir haben also Bier gekauft und es schön auf Kühlschranktemp. gekühlt und nun sind städngi Leute in unserem Haus, die uns “besuchen” wollen :-) Getauft haben wir diese Notlösung “Das System”
The System is everywhere …
Von Schuman zu Erasmus
Oktober 14, 2006
Nach nun mehr fast 2 Monaten in Irland und erstaunlichen Entdeckungen, über mich, meine Nationalität und was Vorurteile sind, befinde ich mich nun in in der Mitte meines Auslandssemesters.
Ich kam aus einem kleinen Kaff nach Irland um die große Welt zu sehen und gekommen bin ich nach Letterkenny, was mit 10,000 Einwohnern die größte Stadt im Donegal ist und ringsrum mit Wiesen und Schafen umringt ist.
Nach Ernüchterung wie eingeschränkt man doch ist, ohne mobilen Untersatz in einer Gegend ohne Fahrradwege, wo Austauschstudenten die einzigen Fahrradfahrer sind und nach den ersten Kontakten mit Ir(r)en die im nüchternen Zustand herzereisend nett und ihr wahres Gesicht bei 3,0 promille auspacken, was im übrigen hier der mindestwert fürs abendliche Weggehen ist, bin ich jetzt hier doch nun irgendwie zu Hause. Mitten in der 2 face society …
Es sind 180 weitere Genosseninnen und Genossen die mit mir hier den selben Pfad des Wissens und der Erleuchtung beschreiten. Erasmus ist eine Community für sich. Alle wohnen der Erasmusvereinigung bei, die dieses hier erst ermöglicht hat.
Es ist fast so als ob die EU diese Sponsorenstellung nur deshalb einnehmen wollte, um den Leuten in Europa eine Möglichkeit zu geben für ein Semester die beste Zeit Ihres Lebens zu gestalten, anstatt das Studieren an sich im Ausland in den Mittelpunkt zu rücken. Und das für viele Millionen Euro :-)
Vielen Dank european community