Also letzte Woche Dienstag (1.November) durfte ich noch bei 25°C am Strand liegen und . Sicherlich wird jetzt die Frage kommen, wie macht der das blos? Bei uns hats geschneit!

Oder er meint wohl -25°C. Aber in Spanien ist das auch im November noch möglich!

Vielen Dank liebe Sonne :-)

Spanien ist ein wirklich krasser Kontrast zu Irland. Als ich abgeflogen bin und bei gutem Wetter die Landschaft überblicken konnte, war alles grün und mit Wiesen (inkl. Schafe) übersäht. Dann kurz vor der Landung war der Kontrast schon sehr krass. Ich wusste nicht wie wenig grün es in Spanien gibt. Alles vertrocknet und staubige Landschaften und weit und breit KEIN Gras (inkl. der Schafe).

Es war ja für mich das erste Mal, dass ich in Spanien war. Und vorgestellt habe ich es mir irgendwie anders. Spanier sind ja alles sooo unglaublich träge und langsam in dem was sie tun. Für Hektik gibt es ins Spanische wahrscheinlich nicht einmal eine Übersetzung. Einzukaufen in Spanien ist für die immer unter Strom stehenden Deutschen eine Tortur. Ständig muss man plötzlich stehenbleibenden Spaniern ausweichen und sich aufs Überholen konzentrieren. Entgegenkommende Spanier weichen ja auch nicht aus, gerade die Old-Ladies nicht. Das liegt wahrscheinlich am warmen Wetter. Denn wie allgemein bekannt ist: Erzeugt Bewegung Wärme. Deswegen  haben sich Spanier angewöhnt alles so langsam wie möglich zu erledigen. Auch gehen!!!!

Allerdings war für die Spanier 31°C (am 30.10) wohl kein warmes Wetter. Nachdem ich von einem Schatten in den nächsten zu flüchten versuchte, um mir verzweifelt eine kurze Hose zu kaufen, musste ich irgendwann aufgeben, da es in ganz Spanien keine kurzen Hosen mehr gibt. Von Flip-Flops wollen wir garnicht erst reden!!!

Naja, irgendein Touriladen hat mir dann doch noch, nach 2 Tagen suche, für 3,60€ einfache Flip-Flops verkauft und meine Jeans wurde kostengünstig umgekrempelt.

Hier noch der schnelle Beweis für wirklich gutes Wetter :-)

gutes Wetter

p.s. musste das Foto etwas entschärfen, sonst gibts Ärger ;-)

Letzte Woche Dienstag machte ich mich auf den Weg nach Dublin zum Airport um am Mittwoch morgen meinen Flug nach Valenica (Spanien) zu erwischen. Nur wusste ich da nicht, dass es zu Reisen in Irland bestraft wird, und zwar mit Geld. Ich kam also mit dem Bus aus Letterkenny direkt an der Busstation am Airport an und wollte nach einer Beschreibung von Svenja zu einem B&B für 40€ die Nacht. Also nahm ich meine zwei Taschen und ging zu Fuß den beschriebenen Weg, „Nur gerade aus und hinterm zweiten Kreisel ist das gleich links„. Gesagt getan! Naja hinterm zweiten Kreisel hat die Autobahn begonnen war mir dann doch zu Suspekt. Nach also 45 Minuten wirklich sehr anstregendem Geschleppe meinen Gepäcks, habe ich mir dann doch ein Taxi genommen. Ich stieg ein und sagte nur: „Zu einem B&B bitte„. Blöd nur das Taxifahrer in Dublin nicht wissen, oder zumindestens vorgeben nichts zu wissen, wo ein B&B am Flughafen in der größten Stadt Irlands ist. 20 Minuten und 20€ später bin ich dann in einem Hotelzimmer für 55€ ohne Frühstück (kostet 10€ extra) gelandet. Es war mittlerweile 23.30 Uhr und meine Nerven am Boden und blank. Am nächsten Morgen bin ich dann um 8.30 Uhr ohne Frühstück wieder zum Airport für 11€ Taxi Gebühren und mit einem Buch gewapnet saß ich da und wartete auf meinen Flieger. Ab da an lief alles Reibungslos! Ich war um 22.30 Uhr in Alicante.
Jannette hat mich in Valencia abgeholt und wir hatten eine echt tolle Woche, was ich allerdings alles in einem anderen Eintrag genauer erzählen werde.

Auf dem Weg zurück wurde es mir auch nicht leichter gemacht:

Ich komme also um 15.30 Uhr Ortszeit mit dem Flieger in Dublin an, gut gelaunt und mit dem Busfahrplan in der Hand bewaffnet. Der Bus sollte nach Plan meinem Plan um 18:45 Uhr fahren. Also setze ich mich dann hin lese mein Buch und vertreibe mir die Zeit mit Leute observieren. Ist schon echt spannend was auf dem Flughafen so passiert, aber vielleicht war mir nur so langweilig, dass es mir interessant vorkam. Wie dem auch sei, bin ich also da und denke mir irgendwann: „Naja gehste nochmal zur Sicherheit zur Touristeninfo und fragst nach wann der Bus kommt.“ Es ist mittlerweile 16:30 Uhr. Die gute Dame sagt zu mir, dass der Bus um 17:45 von Station 8 (dirket vor dem Flughafenausgang) abfährt, zur Sicherheit hat sie mir den plan auch nochmal kopiert. Ok denke ich, da ist mein Plan wohl doch nicht aktuell. Keine Panik sage ich mir, ist ja noch Zeit. Buchlesend und ab zu aufschauend sitze ich bis 17:15 Uhr noch etwas, um dann früh genug zum Bus zu gehen. Am Bus stehend sehe ich auf den Plan, der dort direkt aushängt. Bus nach Letterkenny Abfahrt: 17:05 Uhr. SCHEISSE!! Es sind 5°C und ich komme direkt aus Spanien! Es ist kalt!!

Ok, vielleicht hat der Bus ja Verspätung?! Nein, Buse haben nur dann Verspätung wenn man drin sitzt, ist ja allgemein bekannt. Nächster Bus 19:05 Uhr. Ok sind nur knapp 2 Stunden. „Aber gehste auch mal lieber nicht rein, vielleicht kommt ja noch dein verspäteter Bus oder ein anderer der in die Richtung fährt.“ sage ich mir, stehe da und warte. Es ist 19:15 Uhr und ich habe jeden Busfahrer der anhielt gefragt: „Are you going to Letterkenny“ -> Answer:“NO, Your bus will come in a few minutes“ oder „Your Bus will come soon“. Kein Bus nach Letterkenny. Um 20.50 Uhr rufe ich dann Edi an und frage ihn ob er mich mit seinem Auto mitnehmen kann. Edi ist nähmlich sowieso auf dem Weg gewesen um seinen Kumpel um 22 Uhr vom Flughafen abzuholen. Was ein Glück für mich.

Meine Bilanz:

Um Geld zu sparen bin ich mit RyanAir von Dublin nach Valencia gefolgen. Der Flug kostete 95€ (returnflight) + 55€ Hotel +32€ Taxi zum Hotel und Airport + 25€ Fahrt von Valcenica nach Alicante + 19€ Busfahrt nach Dublin + 2,50€ (5,00€) Fahrt mit dem Bus vom Valencia Airport zur Trainstation (2x)+ 11,60€ Fahrt von Alicante nach Valencia = 242,60€

Das nächste Mal Mathias fliegst du von Belfast direkt nach Alicante. Ist einfacher und kostet wahrscheinlich weniger, auch wenn man nicht einen solch günstigen Flug dort bekommt!!!!!

Stimmts?

Pubs sind weit weg und Bier ist sehr teuer…

Da wir relativ weit außerhalb wohnen und schlecht jeden Abend in ein Pub gehen wollen um dort ein oder zwei Bier zu trinken, die dort im übrigen 4€ kosten. Haben wir uns vor ca. 3 Wochen dazu entschieden Bier mit dem Auto zu kaufen, es in den Kühlschrank packen und es dann für einen Euro zu verkaufen. Nicht das ihr jetzt denkt:“Boa was für ein Abzocker!“, nein das billigste Bier kostet 85 cent und ist in einer 0,5 l Dose. Also gesagt getan, wir haben also Bier gekauft und es schön auf Kühlschranktemp. gekühlt und nun sind städngi Leute in unserem Haus, die uns „besuchen“ wollen :-) Getauft haben wir diese Notlösung „Das System“

The System

The System is everywhere …

Das erste und letzte Mal

Oktober 21, 2006

Wenn man eine Party veranstaltet muss man hinterher aufräumen. Klingt logisch, oder?

Am Montag haben wir Margits 24. Geburtstag (Margit kommt im übrigen aus Markt-Schwaben, was in er Nähe von München liegt) in unserem Haus gefeiert.

Am Sonntag Abend meinte Margit mit einer lapidaren Aussage zu mir:“Hey Mathias, lad doch alle Leute zu der Party ein, die du triffst“, das sie damit meinte:“Lad alle Leute ein die ich kenne und die du triffst“ konnte ja keiner ahnen!! Das nennt man dann Kommunikationsprobleme, aber wie wir bei Harry gerlernt haben liegt das Problem immer am Absender… Also Mathias ist natürlich brav und hat gleichmal alle Leute eingeladen die er traf, klar oder? Und da ich so viele verschiedene Kurse habe mit so vielen verschiedenen Austauschstudenten, war die Streukette und das daraus folgende Schneeballprinzip Ursache für den Ansturm … Am Nachmittag, nach den Vorlesungen, war dann also in aller Munde: „Im Deutschen Haus ist eine FETTE Party“ und am Abend standen dann 70 Leute vor der Tür … Hm … wer macht das bloß wieder sauber? Und wieso hat das System nur 3x 24 0,5er Dosen Bier? Schlechte Planung? Vielleicht, aber dafür gabs viele Leute die alle das unbekannte Gesicht Margit, die im übrigen immer ziemlich ruhig und zurückhaltend ist, kennen lernen wollten :-)

Vielen Dank Margit für diese super Party und vielen Dank an unsere Französinnen die alles brav aufgeräumt haben :-)

Greedy Margit

Greedy Margit …

Von Schuman zu Erasmus

Oktober 14, 2006

Nach nun mehr fast 2 Monaten in Irland und erstaunlichen Entdeckungen, über mich, meine Nationalität und was Vorurteile sind, befinde ich mich nun in in der Mitte meines Auslandssemesters.

Ich kam aus einem kleinen Kaff nach Irland um die große Welt zu sehen und gekommen bin ich nach Letterkenny, was mit 10,000 Einwohnern die größte Stadt im Donegal ist und ringsrum mit Wiesen und Schafen umringt ist.

Nach Ernüchterung wie eingeschränkt man doch ist, ohne mobilen Untersatz in einer Gegend ohne Fahrradwege, wo Austauschstudenten die einzigen Fahrradfahrer sind und nach den ersten Kontakten mit Ir(r)en die im nüchternen Zustand herzereisend nett und ihr wahres Gesicht bei 3,0 promille auspacken, was im übrigen hier der mindestwert fürs abendliche Weggehen ist, bin ich jetzt hier doch nun irgendwie zu Hause. Mitten in der 2 face society …
Es sind 180 weitere Genosseninnen und Genossen die mit mir hier den selben Pfad des Wissens und der Erleuchtung beschreiten. Erasmus ist eine Community für sich. Alle wohnen der Erasmusvereinigung bei, die dieses hier erst ermöglicht hat.

Es ist fast so als ob die EU diese Sponsorenstellung nur deshalb einnehmen wollte, um den Leuten in Europa eine Möglichkeit zu geben für ein Semester die beste Zeit Ihres Lebens zu gestalten, anstatt das Studieren an sich im Ausland in den Mittelpunkt zu rücken. Und das für viele Millionen Euro :-)

Vielen Dank european community

Es gibt eine Legende über den irischen Riesen Fin McCool und einen schottischen Riesen, die wie folgt geht:

Irgendwann hört Fin McCool von einem schottischen Riesen der über seine Kampffähigkeiten Witze macht. Das machte den Riesen so sauer das er einen Felsen in das Meer wirft damit er nach Schottland laufen kann, da Fin nicht schwimmen kann. (Giants Causeway) Als Fin den anderen Riesen heimlich beobachtet stellt er fest, dass dieser viel viel größer ist als er selbst. Und somit nichts gegen diese Beleidigung tun kann. Darauf hin begibt er sich wieder aufHeimweg, um dies seiner Frau zu berichten.

Nach kurzer Zeit will der schottische Riese dem Irischen Riesen eine Lehre erteilen und beschließt nach Irland zu gehen. Als die Frau des irischen Riesen den Riesen in der Ferne kommen sah, verkleidete sie Fin schnell als Baby und legte ihn in eine Baby-Wiege. Nachdem der Riese das Haus betrat um Fin aufzusuchen, sagte die Frau nur, dass er gerade auf Jagd sei und  alleine mit ihrem Baby zu Hause ist. In dem Moment als der Riese das 18 Fuss Baby sah erschrickt dieser und dachte sich: Wenn das Baby schon SOOO groß ist, wie groß ist dann erst der Vater??

Darauf hin flüchtete er so schnell wie möglich wieder zurück und hinterlies dabei auf seiner völlig überstürzten Flucht riesen große Erdklumpen. Die dabei entstandenen Löcher heissen heute: Loguh Neagh (the largest lake in Ireland) and einer der klumpen Erde landete in der See und bildete die heutige Isle of Man.

Giants Causewaydsc06771-klein.JPG

Seltsam? Aber so steht es geschrieben…

(Omage an den Österreicher Mathias) –> Insider

uisge beatha trinken …

Oktober 13, 2006

Am Samstag sind wir mit dem Bus auf einer langen Tour durch fast den ganzen Norden der doch erstaunlich großen Insel Irland gefahren nach Bushmills gefahren. Bushmills ist ein Ort der nach alter Tradition uisge beatha produziert. In vier Gruppen aufgeteilt sind wir dann durch die Destilery gegangen und haben die verschiedenen Produktionsprozesse des uisge beatha beobachten können. In jeder Gruppe wurden vier Personen ausgewählt die dann im Anschluß alle Sorten (natürlich in kleinen Gläsern) probieren durften. (Man bedenke es war noch sehr früh am Tag). Nach den Proben haben alle Probanten ein Zertifkat erhalten, auf dem dann bestätigt wurde, dass man guten vom schlechten Whiskey unterscheiden kann.

Bushmills

Zur Erklärung: uisge beatha bedeutet Whiskey und kommt aus dem Gälischen und bedeutet Lebenswasser (uisge / uisce = Wasser, beatha = Leben). Gälisch ist in Irland die erste Amtssprache allerdings wird diese Sprache nicht mehr wirklich gesprochen. Es ist vergleichbar mit Plattdeutsch im Deutschen.

Party goes on

Oktober 3, 2006

Also auch wenn es mit der Zeit für den ein oder anderen Leser langweilig erscheinen sollte, aber es gibt einen neuen Report von einer Party. Vielleicht könnte dazu noch der Eindruck entstehen, wir machen hier ausser Uni, Party und Sport nix anderes??!!! Und …. es stimmt! Aber etwas anderes kann man hier nicht machen. Letterkenny ist nun mal mitten im Nirgendwo, umgeben von 100 Km Nichts. Das ist wahrscheinlich auch der Grund warum hier die Leute alle immer und ständig betrunken sind ….

So zurück zum Hauptthema:

Die Franzosen wohnen in einem RIESEN Haus. Es gab nur einen Eingang, trotzdem hatte man das Gefühl, dass es ein Haus in einem Haus sei. Zwei Küchen, zwei Hauptflure und vier Badezimmer oder so …. Allerdings alles in einem SUPER Zustand ….

Auf jeder Party lernt man immer wieder neue Leute kennen. Unglaublich wieviele Leute ein Auslandssemester absolvieren. ERASMUS sei dank :-)

Frenchhouse

Party Party

Muskelkater nach Climbing Kurs

September 30, 2006

Zwei Mal die Woche findet hier an einer künstlichen Kletterwand mit Profis ein Kletterkurs statt. Nach Anfänglichen Schwierigkeiten mit der Kletterausrüstung, habe ich es doch schon einige Male die Wand rauf und auch heile wieder runter geschafft. Wobei das Runter schneller und mit weit weniger Anstrengung, aber nicht mit weniger Aufregung, geht.

Doch das Resultat ist noch immer Spürbar. Man hat absolut keine Kraft mehr in den Händen nach dem Klettern. Das Bremsen beim Fahrradfahren geht überhaupt nicht mehr. Was mich beinahe in mehrere Unfälle verwickelt hätte ;-) Und das auch noch nach drei Tagen :-) Cliffhanger ich komme!

Vielleicht schaffe ich es ja mal einige Fotos davon auf diesen Blog zu stellen !!!

Also irgendwie muss man sich an die Umstände hier in der Uni erst noch gewöhnen. Auf der einen Seite gibt es Sonntags garkeine Möglichkeit in der Uni zu sitzen und auf der anderen Seite spielt hier jeden Tag eine Liveband (Heute) oder ein hier bekannter DJ (Getsern) in der Mensa.

 Es ist so laut, dass es nicht Möglich ist, sich zu unterhalten. Aber dafür ist die Musik umso besser :-)

Die Musik hängt wahrscheinlich mit den Einschreibungen für die verschiedenen Clubs hier zusammen. Es ist wie in den USA Filmen, dass hier an Tischen und davor aufgebauten Leinwänden und Monitoren die verschiedensten Sport- und Freizeitclubs für die Studenten angeboten werden. Es gibt da für jeden was:

Informatiker: Quake Club

Sportler: Tauch, Canoeing, Climbing und Hillwalking Club

Für die coolen: Sufclub (wo auch immer man hier surfen kann :-) )

Für die Kreativen: Foto und Zeichen Club

Eingetragen habe ich mich für Climbing und Canoeing … Climbing gabs übrigens letzte Woche schon zum reinschnuppern. Und das ist echt schwer kann ich sagen…